Marken sind wie Gefühle

In ihnen spiegelt sich die Wahrnehmung eines Unternehmens oder Produktes als Image

Die Arbeitgebermarke stellt die Werte, Ziele und Tugenden in Bezug auf die Mitarbeiter Unternehmens in den Mittelpunkt der Kommunikation. Menschen, die das Unternehmen von außen oder innen wahrnehmen und anderen davon berichten, prägen damit sein Image. Das Image einer Marke ist nichts Berechenbares oder Statisches, es ist vielmehr ein Gefühl.

Mitarbeiter wie Kunden behandeln

Auch als Arbeitgeber müssen sich Unternehmen als Dienstleister definieren und herausfinden, was die Mitarbeiter und Bewerber als „Kunden” von ihnen erwarten. Welche Bedürfnisse und Vorstellungen haben sie von ihrer Arbeit? Wofür interessieren sie sich? Mit welchen Themen werden bei ihnen Faszination und Begeisterung geweckt? Wo sind die Übereinstimmungen mit den eigenen Zielen und der Unternehmensvision? Das zentrale Thema der Arbeitgebermarke heißt Mitarbeiteridentifikation.

Employer Branding ist ein Prozess

Auf dem Weg zur Mitarbeiteridentifikation

1. Bestandsanalyse

Was denken die Mitarbeiter über ihr Unternehmen? Finden sie sich in der Philosophie und Vision wieder? Sind sie im Job motiviert? Welche konkreten Wünsche und Erwartungen haben sie an ihr Unternehmen?

Sind die Stellenangebote auf die Wünsche und Erwartungen des Unternehmen zentriert oder werden attraktive Angebote an potentielle Kandidaten formuliert? 

Wie verlaufen Einstellungsverfahren, welche Materialien bekommen Bewerber in die Hand, werden Fragen auf Augenhöhe oder von oben herab gestellt?

Was sagen Personen außerhalb des Unternehmens, welches Image genießt das Unternehmen in Bewertungsportalen und in den (sozialen) Medien?

2. Ziele für die Entwicklung der Arbeitgebermarke konkret und überprüfbar setzen

Die Bestandsanalyse bildet den momentanen Zustand der Arbeitgebermarke mit ihren Stärken und Schwächen ab. Hieraus leiten sich die Ziele für das Employer Branding ab. Damit sich Veränderungen nachprüfen lassen, werden aktueller Stand und angestrebte Ziele quantitativ beschrieben.

  • Bewertung der Arbeitgebermarke bei Mitarbeiterbefragungen um 10% verbessern
  • Annahmequote bei Stellenausschreibungen um 20% erhöhen
  • Wahrnehmung der Arbeitgebermarke in externen Umfragen um 10% verbessern
  • Mitarbeiterfluktuation um 30% senken
  • Anzahl der Mitarbeiter mit optimierter Präsenz in sozialen Netzwerken verdoppeln

3. Konzept und Umsetzung

Die zentrale Botschaft (Employer Value Proposition) ist die Projektionsfläche für ein spezifisches Lebensgefühl, für Selbstverwirklichung und für Identifikation von Mitarbeitern und Kandidaten. Sie kann sich nur aus der Unternehmensvision ableiten. 

  • Formulierung der zentralen Botschaft (EVP)
  • Kampagnenkonzeption und Inszenierung einzelner Aspekte in authentischen Statements
  • kreative Umsetzung der Kampagne in relevanten Medien und Kanälen
  • Interne Implementierung
  • Erfolgskontrolle, Auswertung und Dokumentation
  • Optimierung
  • Ein Technologieunternehmen setzt auf die gemeinsame Begeisterung für High-Tech-Produkte, ein Unternehmen in der Altenpflege rückt den Dienst am Menschen in den Fokus. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer gleichgesinnten Gemeinschaft und einer sinnvollen Tätigkeit erzeugt die Motivation, Teil des Teams zu werden oder zu bleiben. 

    Lebensgefühl,

    Motivation,

    Identifikation,

    Arbeitgebermarke!